Montags am Polizeiposten

 

Montag – eigentlich mein Lieblingstag.

Heute hätte ich aber echt schon beim Aufstehen kotzen können. Da klauen uns diese blöden Gauner doch volle Kanne die neuen Friseur Waschanlagen. Vor allem frage ich mich, was die damit anfangen wollen. Waren das diebische Friseure oder wollen die die Teile weiterverkaufen? Oder haben die einfach alles mitgenommen, in der Hoffnung dass etwas möglichst Wertvolles dabei ist?

Ich mein Franks gebrauchte Friseureinrichtung werden ja wohl auch nicht Millionen wert sein… kann ich mir nicht vorstellen…

Aber naja, was geschehen ist, ist geschehen und jetzt gilt es diese Gauner zu finden. Schon um 09:00 Uhr hatten wir heute Termin bei der Polizei. Frank und ich trafen uns vor dem Salon und fuhren dann gemeinsam mit der U-Bahn zum Polizeiposten. Karin musste auch mit und natürlich waren auch Mutter und ihr Freund schon da. Einsame Spitzenklasse. Uns wurde ein äußerst mürrischer alter Beamter zugewiesen, der offenbar schon kurz vor der Pension war und ziemlich deutlich machte, dass er heute grundsätzlich keine Zeit für irgendwas hatte.

Nun gut – zuerst wurden wir einmal über die ganzen Sachen befragt, die sich im Lagerraum befunden hatten – natürlich bevor die den ausgeräumt hatten. Schnell und in unleserlicher Schrift notierte er die Sachen in seinem Protokoll. Ich war in diesem Moment echt froh, dass wir schon einige Sachen unter der Woche herausgeräumt hatten. Frank bewunderte ich echt um sein ausgezeichnetes Gedächtnis. Der konnte genau sagen, wie viele und welche Friseurstühle, welche Tische und welche Gardinen er da drin verstaut hatte. Auch den ungefähren Wert hatte der noch im Kopf. Ich war froh „nur“ meine beiden Waschanlagen angeben zu müssen…diese waren aber finanziell gesehen, wohl das wichtigste Diebesgut im Protokoll des mürrischen Beamten. Anschließend wurde Frank über die Absperrung des Lagerraums befragt – damit hatte ich glücklicherweise ja nichts am Hut.

Am Ende wurden noch unsere Daten aufgenommen. Man würde sich natürlich umgehend melden, wenn sich was in diesem Fall tun würde. Ich bat Frank, mal seine Versicherungsunterlagen durchzublättern.