Flyerdruck für Anfänger

Ich wachte auf und musste immer noch an das denken, was mir Karin gestern am Telefon sagte: „Lass uns am Sonntag ein paar Flyer in der Stadt verteilen“. Wie verdammt sollte ich jetzt am Wochenende und vor allem bis morgen solche verdammten Flyer bekommen. Während ich mit Jenny darüber quatschte und einer Dame mit langem schwarzem Jahr den Ansatz nachfärbte, kam auch schon Karin zur Tür herein und grinste über beide Ohren. Bevor ich fragen konnte, was denn los wäre, startete sie bereits meinen Laptop, legte einige Flyer anderer Friseurstudios auf den Schreibtisch und sah mich zuversichtlich an. Nachdem der Ansatz der Schwarzhaarigen ausreichend nachgefärbt und diese zur Tür hinaus war, setzte ich mich zu Karin und musste sie einfach einmal in den Arm nehmen. Wenn sie solche Aktionen macht frage ich mich echt oft, ob sie irgendwelche übersinnlichen Fähigkeiten hat – das is ja nicht normal – sie kam wie bestellt und wusste, dass ich sowas von null Plan hab. Während Jenny die Stirnfransen der kleinen Sophie aus der Wohnung über uns kürzte, setzte ich mich mit Karin vor den Laptop. Mit einem gratis Grafik Programm begann Karin geschickt, dem Flyer seine Form zu geben. Mein Logo hatte ich ja glücklicherweise auf dem Laptop abgespeichert. Sie setzte es in die Mitte des Flyers und rundete alles mit einem hübschen Muster aus unterschiedlichen, grasgrünen Farbtönen optisch ab. Adresse und Telefonnummer dazu und fertig war mein erster Flyer – toll! So einfach aber so toll! Ich wusste gar nicht, dass Karin auch das drauf hatte. Sie speicherte die fertige Datei auf ihrem USB-Stick ab und machte sich auf zu einem Kollegen, der bei einer Druckerei in Berlin arbeitet – wie praktisch!

Nach drei Stunden kam Sie mit zwei Paketen Flyer zurück, die echt geil aussahen. Wir lagerten sie im Friseurladen unter meinem Schreibtisch, aber ich musste mir selbstverständlich ein paar Exemplare mit nach Hause nehmen – als Anschauungsmaterial quasi! Echt gut sind die geworden - ich hoffe die kommen auch gut an!