Italienische Friseurmöbel

Guten Morgen! Heute früh wurden die Friseurmöbel aus Italien geliefert. Ich hatte neben schönen Friseurstühlen, auch Friseur Arbeitswagen und ein Rollhocker bestellt. Mal sehen, was Daniela da besser gefallen würde. Am Vormittag schellte das Telefon ununterbrochen und es waren ständig Kunden dran, die mich über die Radioeinschaltung letzten Freitag gehört hatten und so auf uns aufmerksam wurden. Unsere drei Spalten waren für den heutigen Tag nahezu voll, als mein Telefon abermals läutete. Ich legte das Glätteisen weg, mit dem ich gerade einer vollbusigen Brünetten die Strähnen glättete und sprang zur Friseurtheken. Ich rückte mir gerade den Terminkatalog zurecht, als sich eine tiefe Männerstimme mit „Hey Rebecca, wie geht’s – hast heute Zeit für a Melange?“ meldete. Meine Güte, Sepp – den hatte ich schon wieder ganz vergessen. Ich musste ihm versprechen, dass ich mich heute Abend bei ihm melden würde, ehe er sich mit einem „Griaßdi“ verabschiedete und auflegte.

 

Am Nachmittag kam Daniela in den Salon und sah mich skeptisch an. Offenbar war sie von meiner Idee, ihr eine neue Haarpracht zu verpassen, nicht sonderlich begeistert. Zuerst zeigte ich ihr die Friseur Waschanlagen, die ich bestellt hatte. Ich erklärte ihr, was es damit auf sich hatte und dass der italienische Friseureinrichter hier ganz auf recycelbare Rohstoffe setzen würde. Der italienischen Anbieter wären also die perfekte Lösung für Friseursalon mit extravaganter Friseureinrichtung. Mein Gequatsche zeigte offenbar Wirkung, denn sie suchte sich einen Frisierstühle und fragte mich um ein Glas Wasser. Wunderbar.

 

Daniela entschied sich spontan für einen Haarschnitt. Nachdem ich ihr die Haarfarbe reingemacht und sie unter den Haartrockner gesteckt hatte, erzählte ich ihr bei einem Tee von Ösi-Sepp. Sie lachte nur und meinte, der wäre ja wiedermal „perfekt“ für mich. Ich drehte mich um und verzog mich als beleidigte Leberwurst hinter die Friseur Rezeption. Nur weil meine letzten Beziehungen chaotisch waren, muss das ja nicht heißen, dass jeder Mann, der sich für mich interessiert, automatisch ein ebenso großer Idiot sein muss wie die letzten Exemplare – oder doch?