Beschreibung der Geschäftsidee

Das Friseurhandwerk hat in Deutschland eine lange Tradition. In der Regel betreibt ein Friseurmeister bzw. eine Friseurmeisterin* einen Salon mit mehreren Angestellten.

Neben diesem „traditionellen“ Konzept gibt es gegenwärtig den Trend zur sogenannten „Stuhlmiete“. Dieses in Deutschland weitestgehend unbekannte Geschäftsmodell hat in den USA bereits seinen Siegeszug angetreten. Es beinhaltet die Bereitstellung und Vermietung von einzelnen Stühlen in einem fertig eingerichteten Salon. Die Stühle können von selbständigen Friseuren gegen Tages-, Wochen- oder Monatspauschalen angemietet werden. Dies geschieht in der Regel zu einem Fixpreis oder gegen eine Umsatzbeteiligung.

Das Konzept umfasst im Wesentlichen folgende Aufgaben für den „Vermieter“:

-Suche und Anmietung der entsprechenden Gewerbefläche (falls noch nicht vorhanden)
-Einrichtung und Betrieb des Salons
-Akquise der selbständigen Friseure

Der Hauptvorteil für selbständige Friseure liegt im geringen Kapitalbedarf, da keine Einrichtungsgegenstände gekauft werden müssen. Der vorhandene Kundenstamm (z.B. aus der bisherigen Festanstellung) kann problemlos in den neuen Räumlichkeiten weiter bedient werden.

Diese Geschäftsidee bietet sich für Personen an, welche einen Friseursalon besitzen und Stühle vermieten wollen bzw. für gegenwärtig festangestellte Friseure, welche sich selbständig machen wollen.

Zielgruppendefinition

Nach Angaben des Zentralverbandes des deutschen Friseurhandwerks sind gegenwärtig rund 260.000 Menschen im Friseurhandwerk tätig.

Im Jahr 2010 gab es ca. 35.000 Auszubildende. 90% davon waren weiblich. Der Traumberuf „Friseurin" nimmt auf der Beliebtheitsskala der handwerklichen Berufe seit Jahren einen Spitzenplatz bei Frauen ein.

Nach Angabe der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege waren diese in ca. 80.000 Betrieben beschäftigt.

Nimmt man an, dass sich 10% aller Friseure bzw. Friseurinnen dafür entscheidet, sich einen eigenen Stuhl zu mieten, ergibt sich eine Zielgruppengröße von 26.000 Personen in Deutschland.

Es kann angenommen werden, dass die Zielgruppe in Großstädten im Vergleich zu kleineren Städten wesentlich größer ist.

Vertriebs- und Marketingansatz


Ein wichtiger Aspekt, dem häufig zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist das proaktive Bewerben der eigenen Geschäftsidee.

Ist der Salon eingerichtet, sollte der Fokus auf die Bekanntmachung des Angebots im Markt gelegt werden. Wichtig ist hierbei mit den „Mietern“ festzulegen, wer welche Aufgaben bzgl. des Marketings übernimmt. In der Regel ist es der „Mieter“ selbst, der für den Aufbau und Erhalt seines Kundenstammes verantwortlich ist.

Aber auch als Salonvermieter gibt es vielfältige Möglichkeiten, auf den Salon aufmerksam zu machen. Häufig ist es nicht eine Marketingmaßnahme, die zum Ziel führt, sondern die geschickte Kombination mehrerer Maßnahmen.

Marketingmaßnahmen können sein:

-Bau einer eigenen Webseite
-Promotionaktionen (z.B. Flyer verteilen in der Nachbarschaft / Fußgängerzone)
-Schalten von Anzeigen in Tageszeitungen in der Stadt bzw. Region)
-Sonderaktionen
-Eröffnungsfeier

Wichtig ist es, die Marketingstrategie genau auf die Zielgruppe auszurichten. Attraktiv erscheinen Friseure mit hohem Flexibilitätsbedarf und limitierten finanziellen und zeitlichen Ressourcen.

Das Konzept der Stuhlmiete wird präsentiert von Friseurzubehör 24!