Marketing und Werbung - die Erste

 

Hey Leute! Gestern hatte ich euch doch von diesem blöden Express Friseursalon erzählt, den mir meine Mutter beim Brunch auf dem Silbertablett präsentiert hatte. Nachdem mir heute Morgen zwei Kunden abgesagt hatten, konnte ich Susanne alleine lassen und rief gleich bei meiner Freundin Karin an. Da sie gerade studiert und sonst eigentlich nicht viel macht, musste sie einfach Zeit haben. So war es auch und wir verabredeten uns zum verspäteten Frühstück im Bistro gegenüber. Karin ist 25 und hat nach ihrer Konditorlehre kurzerhand beschlossen, noch einmal die Schulbank zu drücken und BWL zu studieren. Als ich Karin dann von meinem Problem und den vielen Fragezeichen in meinem Kopf erzählte, begann sie lauthals zu lachen und meinte nur – „na dann machen wir eben en bisschen Werbung für deinen Laden“. Alles klar!

 

Die Ideen brodelten nur so aus ihr heraus und ich merkte, dass sie sofort in ihrem Element war. Sie schlug mir vor, den Friseurladen zu aller erst von außen besser sichtbar zu machen. Sie hatte Recht – von der Straße aus ist der Salon wirklich kaum zu erkennen. Die Deko in den Schaufenstern ist nicht mehr besonders hipp und, wenn ich ehrlich bin, hängt sie auch schon mindestens zwei Jahre. Da Karin heute keine Zeit hatte und Frank aus dem benachbarten Restaurant heute noch seine Brauen gezupft und seine Haare gelegt haben wollte, verabredeten wir uns für morgen Nachmittag.

 

Ich machte mich dann auf zum Salon, wo mich Susanne schon erwartete. Die Gute blickte mich ziemlich vorwurfsvoll an, weil sie ihre Mittagspause um ganze zehn Minuten (!) verschieben musste. Der Nachmittag verlief recht ruhig. Ich hatte Frank und seine Augenbrauen abgefertigt und noch einige Kurzhaarschnitte und Colorationen. War mir eigentlich ganz recht, denn ich war nach dem Gespräch mit Karin heute Vormittag sowieso gedanklich schon beim Umgestalten des Salons. Susanne habe ich nix davon erzählt – die hätte sonst sowieso nur wieder gemeint, dass „das neue Zeugs“ mir auch nicht helfen würde.