Oh Mann – was für ein Tag

 

Aus irgendeinem Grund tat mir heute Morgen schon alles weh, bevor ich mich überhaupt bewegt hatte. Der Kopf brummte, die Gelenke schmerzten und um mich drehte sich alles. Ich stellte mich erst einmal unter die heiße Dusche. Der Schwindel ging dadurch etwas weg, aber dennoch tat mir so ziemlich alles weh. Ich packte mich warm ein und machte mich auf den Weg zur U-Bahn.

 

Der Salon musste nun ja trotzdem aufgesperrt werden. Dort angekommen, wartete Susanne natürlich wieder einmal viel zu früh und tippte auf ihre Armbanduhr – ein falsches Wort und ich hätte sie niedergestampft! Zum Glück konnte sie mir das offenbar ansehen und hielt den Mund. Auch Jenny und Melanie kamen wenige Minuten später in den Salon. Jenny sah sofort was los war und machte mir einen heißen Tee.

 

Heute hatte ich auch noch eine Voll Haarverlängerung eingeplant – kacke. Aber gut – Augen zu und durch. Jenny hat mir zwar angeboten, den Termin zu übernehmen, dafür hätten wir aber zwei andere Termine absagen müssen – das wollte ich auch nicht. Die strohblonde Frau Hübel kam pünktlich um 10:30 Uhr in den Salon. Sie sah wie immer aus, wie frisch aus dem Ei gepellt und stöckelte in Ihren geschätzten 20 Zentimeter hohen Absätzen zum einzig freien Platz.

 

Ein Glück, dass die Gute generell nicht sehr gesprächig war, denn ich hörte heute fast nichts und meine Stimme klang, als hätte ich drei Packungen Zigaretten und eine Flasche Whisky hinter mir. Bis ich die Extensions drin hatte, vergangen etwa 3 Stunden – dafür stolzierte Frau Hübel dann aber besonders zufrieden durch die Tür und das machte mich irgendwie glücklich.

 

Nachdem ich am Nachmittag nichts Großartiges mehr für mich eingeplant hatte beschloss ich, den restlichen Tag lieber im Bett zu verbringen. Jenny war so nett und fuhr mich mit ihrem Auto nach Hause. Ach Gott – ich hatte ganz vergessen, dass Karin mich heute Abend noch einmal im Salon besuchen wollte. Schande - die muss ich sofort anrufen.