Vorfreude auf die Hochzeitsmesse am Wochenende Hey Leute! Es war grade sieben und ich war auf dem Weg in den Salon. Die letzten Meter waren, wie schon die letzten Tage auch, wirklich eigenartig, denn es stand keiner vor der Türe und wartete darauf, dass ich aufsperrte. Susanne war wirklich tatsächlich gegangen. So ungewohnt das auch war – es tat mir trotzdem kein bisschen leid – erst recht nicht wegen der Glätteisen Geschichte. Jenny und Melanie kamen gemeinsam. Ich sah sie schon von weitem in Richtung Salon laufen, denn es schüttete schon wieder wie aus Kübeln. Die ersten Kunden die in den Salon kamen wollten glücklicherweise nur ein paar Styling Produkte und Haartönungen kaufen. Als ich gerade vor den Salon hastete um die Schautafel wegzuräumen, sah ich auf der anderen Straßenseite plötzlich Susanne mit zwei großen Einkaufstüten vorbeidüsen. Sie verlor keinen Blick in unsere Richtung sondern hastete schnurstracks weiter. Schon eigenartig, dachte ich. Wie kann man so verbissen sein und von einen auf den anderen Tag Leute einfach aus dem Leben streichen, mit denen man jahrelang jeden Tag zusammengearbeitet hat. Sehr eigenartig – aber gut, das muss jeder für sich entscheiden. Am späten Vormittag rief ich dann meinen Steuerberater, Herrn Mag. Radkohl an. Ich erzählte ihm von Susannes Kündigung und das er sie bitte mit 18. November abmelden solle. Daraufhin sprach er mich auf unser Werbekonzept an und in dem Moment viel mir auch ein, dass ich mit ihm ja vereinbart hatte, mich nach der ganzen Planung unseres Werbebudgets wieder mit ihm zusammensetzen würde. Mann, auch dass noch. Er ließ sich nicht abwimmeln und wir vereinbarten einen Termin für morgen. Jenny war nicht gerade begeistert, dass ich sie morgen Nachmittag schon wieder alleine lassen würde aber als ich ihr von der Messe am Wochenende erzählte, war sie gleich wieder gut drauf und freute sich wie ein kleines Kind. Auch Melanie freute sich sehr auf die Hochzeitsmesse – und zugegeben – ich freute mich auch – trotz allem.