Sonntag – endlich ausschlafen!

 

Nachdem ich mich heute einmal so richtig ausgeschlafen hatte, machte ich mich zu einem Spaziergang durch Berlin Mitte auf. Wenn ich ehrlich bin wollte ich mich einfach noch einmal von der Wirkung unserer gestrigen Umgestaltung überzeugen. Ich machte mich also auf und fuhr mit der S-Bahn ins Zentrum. Die Stadt war heute Vormittag, wie jedes Wochenende, im Vergleich zu den anderen Wochentagen, wie ausgestorben. Entweder begegnete man notorischen Frühaufstehern oder übergebliebenen Partymäusen mit chronischem Saturday-Night-Fever. Um meinen Vorsatz zu halten und auch etwas für meine, längst aus den Fugen geratene, Figur zu tun, stieg ich heute bereits am Potsdamer Platz aus und schlenderte durch die Gassen zu meinem Laden. Dort angekommen, war ich wirklich erstaunt wie gut, dass alles noch immer aussah. Das knallige Grün im Schaufenster ist ein richtiger Eyecatcher und die hübschen Männerköpfe laden echt ein sich genau diesen Schnitt verpassen zu lassen. Auch die, mit Plakatschreiber angepriesenen Haarschnitte auf den Werbetafeln machten sich, dank der integrierten Kunststoff-Schutzplatte, trotz nächtlichem Regen noch gut.

 

Ich schlenderte weiter in Richtung Brandenburger Tor. Auf dem Weg dorthin begegnete ich Marc, einer alten Romanze. Da auch dieser offensichtlich noch das „Saturday-Night-Fever“ im Blut hatte und mich mit einer gehörigen Bierfahne auf einen Kaffee einlud, lehnte ich dankend ab und spazierte weiter. Als ich Richtung Leipziger Platz einschlug, konnte ich schon von weitem eine Litfaßsäule erkennen, die in freundlichem Pink erstrahlte. Nett, dachte ich und ging darauf zu ohne zu ahnen, was mich erwarten würde. Wie sich dann herausstellte, wurde hier der neue superschnelle Friseursalon beworben. Mir kocht jetzt noch das Blut in den Adern, wenn ich daran denke. Stellt euch vor – die bewerben diesen blöden Laden mit Gutscheinen, Neukundenrabatt und Cut & Go Aktionen. Das versaute mir den Tag derartig, dass ich mich in die nächste U-Bahn setzte und nach Hause fuhr.

 

Gerade eben habe ich nochmal mit Karin gesprochen. Wir werden uns da noch etwas überlegen, meinte sie – und ich solle den Kopf nicht hängen lassen. Leichter gesagt…